THÜRINGER WINTERSPORT MUSEUM

 

 „Impressionen aus 100 Jahren Rennrodeln und Bobsport“

 

Am 11.März 2011 wurde auf einer Fläche von 120m² unsere neue Sonderschau eröffnet. Für die Dauer eines Jahres wird sie den Besuchern einen besonderen Einblick in die Geschichte des Bob- und Rodelsports geben. Anlass dieser Exposition ist das Jubiläum „100 Jahre Bob- und Schlittenverband für Deutschland
Die Gründer des Deutschen Bobsleigh-Verbandes waren damals Vereine aus den Orten Friedrichroda, Ilmenau, Oberhof, Schierke und Winterberg. Zur Gründung des Deutschen Rodel-Bundes war Ilmenau auch mit dabei.
500 zum Teil sehr seltene Exponate erwarten die Besucher.

Prunkstück ist der große Silberpokal von 1921

für den Deutschen Meister im 5er- bzw. im Viererbob. Er ist eine Leihgabe aus Berchtesgaden.
Auf dem wahrscheinlich ältesten noch erhaltenen deutschen Fünferbob „Langer Tom“, gebaut 1904 in Neudietendorf, sitzt eine lebensgroße Puppe in Originalbekleidung der damaligen Zeit. Dieses Ensemble erinnert an die Oberhofer Boblegende Otto „Bobby“ Griebel, der zwischen 1907 und 1937 Sieger in 117 Bobrennen wurde. Aus seinem Nachlass wird ein Teil seiner großen Sammlung von Plaketten, Medaillen und Abzeichen gezeigt.
In Fortführung der Bobgeschichte begrüßt ein großes Transparent mit dem Bild unseres vierfachen Olympiasiegers und achtfachen Weltmeisters André Lange die Besucher. Natürlich trägt die in der Nähe stehende Puppe einen echten Rennanzug des erfolgreichsten Bobsportlers der Welt. Aber auch an die großen Rennen in den 50er Jahren auf der Wadeberg-Bobbahn mit 40.000 Zuschauern wird in der Schau erinnert.


Für die einmalige Erfolgsgeschichte des Thüringer Rennrodelsports stehen die Olympische Goldmedaille (1988) und die Bronzemedaille (1984) von Jochen Pietzsch. Die Olympiasiegerin (1976) und mehrfache Weltmeisterin Margit Schumann-Esmarch hat die Sonderschau durch eine Vielzahl von Exponaten bereichert und auch andere Thüringer Rennrodler der Vergangenheit von Weltklasse sind in der Ausstellung präsent. Ein Schlitten der Firma „Pilz“ und der Rennrodel von 1968 des Olympiasiegers Klaus Bonsack vermitteln einen Einblick in die damaligen Konstruktionen.


In Ansätzen sind die Ausstellungsmacher auch über Thüringen hinausgegangen und weisen mit den Exponaten auch auf die Kufengeschichte anderer deutscher Landschaften hin.
Insgesamt gibt diese Exposition in Ausschnitten einen Überblick über Entwicklung und Erfolge des Bob- und Rodelsports in Deutschland.

  Ihr

Jan Knapp

Ausstellungsleiter


Oberer Hof GmbH    info@obererhof.de